Ende des Kapitels

Veröffentlicht auf von Food not bombs Kollektiv

Wie hoffentlich alle regelmässigen Besucher_Innen wissen, ist am 16. Februar keine Piratenbar und somit auch keine Vokü.
Was aber wohl nur uns "Food not Bombsler_Innen" bekannt sein dürfte, ist, dass am 23. ein besonderer Tag ist:
zunächst einmal findet die 10. Food not Bombs-Vokü in der Piratenbar statt. Das ist eine Wegmarke, die wir nicht unbeachtet lassen möchten.
Doch es wird auch die letzte in diesem Rahmen sein.
Die Piratenbar war unsere Anlaufstelle, wo sich unsere Ideen erst richtig entwickeln konnten und wo wir uns eine kleine "Stammkundschaft" erkochen konnten. Sie war aber von Anfang an nur als vorübergehendes Winterquartier gedacht und wir wollten von Anfang an offen lassen, ob es danach noch Vokü in der Piratenbar geben sollte - unter unserem Namen oder nicht.
Und auch wenn der Winter uns wieder fest eingeholt hat, ist der Zeitpunkt für uns gekommen, sich Gedanken über diese Dinge zu machen.
Wir haben uns dafür entschieden, die Piratenbar hinter uns zu lassen.
Für diese Entscheidung gibt es mehrere Beweggründe:
  • - Nachdem wir anfangs jedes Mal mehr eingenommen haben, als wir gebraucht haben, sind die Spenden immer knapper geworden und es wird immer deutlicher, dass es nicht mehr bergauf geht. Das liegt offensichtlich nicht daran, dass die Menschen, die zu uns kommen, keine Spenden mehr geben, sondern es liegt daran, dass es uns in der i45 nicht (mehr) braucht.
  • - Wir alle kommen von ausserhalb und sind deswegen auch auf die Spenden angewiesen, um unsere Fahrkosten decken zu können. Auch wir sind nur eine Gruppe Arbeiter_Innen, Student_Innen und Arbeitsloser. Wenn sich die Fahrkosten nicht mehr decken lassen, macht es keinen Sinn, nach Zug zu fahren.
  •  -Zeitlich passt es jemenschem aus dem Kollektiv nicht mehr. Diese Person hat aber auf die i45 bezogen zentrale Aufgaben übernommen, die wir jetzt zu zweit aufteilen müssten.
  • - Je länger wir damit warten, uns strukturell darauf vorzubereiten, draussen Essen zu verteilen, desto schwieriger wird dieses Unterfangen letztlich.
Es scheint einfach alles in allem ein guter Zeitpunkt zu sein, das nächste Kapitel anzufangen.
Wir werden vereinzelt immer noch in der Piratenbar anzutreffen sein, nur ohne Kochmützen. In der Zwischenzeit bereiten wir uns darauf vor, im Raum Luzern draussen Essen zu verteilen und wir werden an der ein oder anderen Veranstaltung präsent sein. Nur schon so viel: in der i45 sind wir im März jeden Mittwoch an der Systembruch-Themenwoche über nationale Befreiungsbewegungen (EZLN & FSLN)* und am 2. März am Dimple Minds Konzert vertreten. Aber dazu dann noch mehr, wenn es so weit ist.

Jetzt gilt es nur noch danke zu sagen an alle, die in den letzten zwei Monaten mit uns den Esstisch geteilt haben!
Kommt alle noch ein letztes Mal in die warme i45, bevor es raus geht! Lassen wir es noch ein Mal so richtig krachen!

Und wenn ihr uns an einer Veranstaltung dabei haben wollt, dann könnt ihr uns persönlich ansprechen oder mailen. Wir sind auch offen für Vorschläge, wo wir unseren Esstisch draussen platzieren sollen. Wenn ihr glaubt, dass es sich in "eurer" Stadt lohnen würde, dann können wir ja mal vorbeischauen!

*Aus diesem Anlass haben wir den Text Zehn Jahre Zapatistischer Aufstand hochgeladen!
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